Counter

 

1933
der Leipziger Milchhof wird eröffnet

1939
Der Krieg beginnt - am 1.9. marschieren deutsche Truppen in Polen ein - unter der Überschrift “Leipzig hört den Führer” schreibt die Neue Leipziger Zeitung einen Tag später: “Als der Führer am 1.September die Männer des Großdeutschen Reichstages zusammenrief, um über seine Entscheidungen im polnischen Konflikt zu berichten, versammelten sich auch Leipzigs Einwohner vor den Lautsprechern, um Ohrenzeugen der weltgeschichtlich bedeutungsvollen Stunde zu sein...noch stand nicht fest, was die nächsten Tage bringen würden, aber Männer und Frauen aller Stände fühlten aus dem tiefen Ernst, der aus des Führers Worten klang, daß es um die Größe und das Dasein unseres Reiches ging...”

1943
erster Großangriff der britischen Luftwaffe auf Leipzig, bei dem u.a. das Bahnpostamt zerstört wird

1946
bei den Wahlen zum Leipziger Stadtparlament erhalten die SED 177837 (46,26%), die LDPD 114100 (29,68%), die CDU 82660 (21,56%), der Frauenausschuß 2717 und der Kulturbund 6943 Stimmen -
damit entsteht im Stadtparlament eine bürgerliche Mehrheit

1947
das Rundfunktanzorchester Leipzig wird gegründet

1949
seit dem 1.9. gibt es an allen Schulen wieder vollen Unterricht
- die knappe Hälfte der Schüler erhält kostenlos die Schulbücher ausgehändigt, und es gibt in allen Grundschulen neuerdings Fachlehrer
- zuvor in den Ferien erholen sich 25000 Kinder durch die Betreuung auf Sportplätzen und in Gartenvereinen - für 14 Tage sind drei Mark zu bezahlen - ein Glas Milch und ein Brötchen mit Butter und Käse kosten nochmals 10 Pfennige am Tag

1950
Beginn des obligatorischen Schwimmunterrichts an Leipzigs Schulen

1951
Veränderungen an Schule und Universität
am 1.9. beginnt wieder der Unterricht - an einigen Leipziger Schulen wird er erstmals zehnklassig durchgeführt und verstärkt in die naturwissenschaftliche Richtung gelenkt
die “humanistische Bildung” wird vor allem in den Oberschulen immer weniger vermittelt -
- an den Universitäten und Hochschulen beginnt am 1.9. ebenfalls eine andere Zeitrechnung, denn es gibt jetzt ein 10-Monate-Studienjahr, Russisch und Marxismus/ Leninismus werden zu Pflichtfächern
- das M/L-Grundlagenstudium wird von vielen Lehrenden und Lernenden gleichermaßen abgelehnt - der Kampf zwischen politischer und fachlicher Kompetenz spitzt sich immer mehr zu

1954
im Musikviertel erhält die Musikbibliothek der Stadt ihr Domizil - die Villa in der Ferdinand-Lasalle-Straße 21,
die 1884/85 gebaut wurde und zeitweise Konsul Oppermann gehörte, gibt den richtigen Rahmen für diese altehrwürdige Sammlung -
- die ersten musikalischen Exponate kamen 1839 in die Stadtbibliothek -
- 1894 kamen dann per Testament die Bestände der Musikbibliothek Peters dazu und
- 1920 die Richard-Wagner-Sammlung sowie per Ankauf 1935 die Bach-Sammlung
- die Autographensammlung des Musikwissenschaftlers Taut ergänzte 1939 die Fachbibliothek, die international hohes Ansehen genießt und jetzt über 50000 Bände verfügt

1963
das Messehaus am Markt wird als Buchmessehaus seiner Bestimmung übergeben -
- zur Buchmesse wird erstmals die Ausstellung “Schönste Bücher der Welt” veranstaltet
- der Aufbau des Messehauses vollzog sich über einen Zeitpunkt von 3 Jahren
- der Grundstein wurde zur Herbstmesse 1961 gelegt, das Richtfest war zur Herbstmesse 1962 und zur Herbstmesse 1963 wird es eröffnet
- in Anknüpfung an alte Traditionen, befindet sich im Erdgeschoß jetzt die Nationalitätengaststätte “Stadt Kiew” ( um 1700 Leipzigs erstes Kaffehaus, nach 1870 Cafe National)
- der Name “Stadt Kiew” wurde der Gaststätte in der Katharinenstraße “entliehen”, die davor Münchner Löwenbräu” hieß
- aber die politischen Wendungen führten auch zu einer Namensänderung, 1963 nach der “Leihgabe”, wurde die Gaststätte schließlich in “PLovdiv” umbenannt

1973
die Universitätsbuchhandlung in der Grimmaischen Straße öffnet

1984
Gründung des Leipziger Schulmuseums

in Anwesenheit von Klaus Höpcke wird die Kuppelhalle in der Buchhandlung “Franz Mehring” am Karl-Marx-Platz am 1.9. im Originalzustand von 1911 übergeben

1990
das Autohaus am Johannisplatz erinnert sich seiner Tradition und ist ab 1.9. wieder Opel-Vertragshändler

1995
das Parthendorf Plaußig (4,7 qkm, 535 Einwohner) wird als Ortsteil “Plaußig-Portitz” in die Stadt Leipzig eingemeindet

zurück