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Leipzig im Bombenhagel
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Leipzig war vom britischen Luftfahrtsministerium schon lange mit eingeplant, durch Luftangriffe die Stadt zu zerstören. Im Jahr 1935 war Leipzig die fünftgrößte Stadt Deutschlands und 1939 die sechstgrößte Stadt.
Schon sehr zeitig bereitete man die Menschen auf die bevorstehenden Luftangriffe vor. Man plante und baute Luftschutzbunker, mobilisierte Ärzte, deponierte Lebensmittel und quartierte kinderreiche Familien aus der Stadt aus. Auf der Leipziger Messe, in Schulen, per Flugblätter, über Rundfunk wurden Schutzmaßnahmen, Luftschutzmaßnahmen und Disziplinregeln gelehrt und übermittelt. Fliegeralarm wurde geübt, bis in der Nacht vom 16. auf den 17.08.1940 zum ersten Mal der Luftalarm ausgelöst wurde. Durch diesen geplanten Luftangriff auf die deutsche Erdölindustrie geriet Leipzig durch seine Nähe zu Leuna und Böhlen in den Angrifssradius. Es wurde jedoch nichts in Leipzig und dem Umland dieser Stadt zerstört.
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10./11.10.1940
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Bombenabwürfe durch vereinzelte Flugzeuge in Randgebieten Lpz’s, dadurch leichte Schäden
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26.07.1941
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Abwürfe nahe bei der Stadt Schkeuditz, Beschädigung der Straßenbahnstrecke Lpz.-Schkeuditz (500 Reichsmark Sachschaden)
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22.09.1941
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Erster Tagesalarm in Leipzig, aber keine Sachschäden
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25.08.1942
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Niedergang von Ballonbomben mit Brandmitteln in Kleinzschocher
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27.03.1943
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Notabwürfe eines Flugzeugs auf ein Wohnviertel in Gohlis mit einem Großfeuer als Folge
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31.8./1.9.1943
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Angriff auf Eutritzsch und Schönefeld, dabei gab es 4 Tote und 105 Verletzte
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20.10.1943
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Erster Großangriff mit Bombenabwürfen über allen Stadtteilen, vorwiegend aber auf Stötteritz und Paunsdorf, dabei gab es 40 Tote und 681 Verletzte
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04.12.1943
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Großangriff auf das gesamte Stadtgebiet, vor allem war die Innenstadt schwer betroffen; mit Flächenbränden und Feuerstürmen. Durch diese ausgebrochenen Brände wurden etwa 13500 Gebäude zerstört und über 32000 Wohnungen vernichtet. Nach offiziellen Angaben gab es 1815 Tote, 806 Schwerverletzte, 3749 Leichtverletzte, 60 Vermisste und 175 Personen, die nicht mehr identifizierbar waren. Ungefähr 140000 Menschen wurden als Bombengeschädigte erfasst und über 100000 Einwohner nach dem Angriff evakuiert.
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24.03.1944
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Überflug eines Bombenverbandes, Notabwürfe außerhalb des Stadtgebietes
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28.05.1944
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Bombardierung der Mitteldeutschen Motorenwerke in Taucha
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29.05.1944
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Angriff gegen die Wohn- und Industriegebiete im Norden und Nordosten der Stadt, dabei gab es 180 Tote
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29.06.1944
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Angriff mit dem Schwerpunkt auf die Großbetriebe im Nordosten der Stadt, dabei gab es 36 Tote
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07.07.1944
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Angriff mit 1100 Maschinen gegen Verkehrseinrichtungen in Leipzig und Umgebung (Präzisionsangriff der Bombengruppe der US-Luftflotte aus 5700m Höhe auf den Hauptbahnhof und zahlreiche andere Verkehrsanlagen im Raum Leipzig). Trotz schwerer Schäden konnten weiterhin Truppenverlegungen und Militärtransporte über Leipzig nach Osten durchgeführt werden. Bei diesem Angriff wurden 1082 Gebäude beschädigt und 185 Tote gezählt
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20.07.1944
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Angriff gegen die Leipziger Flugzeugindustrie. Getroffen wurden die dichtbesiedelten Wohngebiete im Norden der Stadt, dabei gab es 35 Tote
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28.07.1944
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Überflug des Stadtgebietes bei Großangriff bei Leuna und Angriff kleiner Fliegergruppen auf die Stadtrandgebiete im Nordosten
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29.07.1944
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Überflug mit Notabwürfen vereinzelter Gruppen auf das Stadtgebiet beim Angriff auf Leuna
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16.08.1944
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Überflug des Stadtgebietes bei Angriffen auf Schkeuditz, Kulkwitz und Böhlen, dabei sind im Stadtgebiet keine Schäden entstanden
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24.08.1944
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mehrere Überflüge durch 350 bis 400 Flugzeuge, dabei gab es Notabwürfe von 12 Sprengbomben in Sellerhausen, Schönefeld und Wahren, sowie Flughafen Mockau, dadurch wurden 8 Menschen verletzt und 42 obdachlos
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Ab dem Herbst 1944 intensivierte die US-Luftwaffe ihre Angriffe auf die Außenbezirke. Dasbei wurden vorrangig dichtbesiedelte Wohngebiete getroffen.
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11./12.09.1944
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Überflüge jeweils am Tag durch 150 bis 200 Flugzeuge, die vereinzelt Bomben auf das Hafengelände und die Siedlung Grünau im Westen der Stadt abwarfen, 2 Tote
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18.09.1944
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Angriff eines kleineren Verbandes, ohne dass Schwerpunktgebiete festzustellen waren. Vereinzelte Bombenabwürfe im Westen, Süden und Norden der Stadt, dabei entsanden keine Personenschäden
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28.09.1944
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Abwürde durch versprengte Flugzeuge im nördlichen Stadtgebiet auf unbebautes Gelände - keine Personenschäden
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07.10.1944
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zahlreiche Überflüge bei Angriffen auf Böhlen und Wurzen, aber keine Bombenabwürfe im Stadtgebiet
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02.11.1944
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Angriff auf Stadtrandgebiete im Nordosten, dabei gab es 1 verwundete Person und 25 Obdachlose
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30.11.1944
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Überflug durch mehrere Großverbände und Abwürfe über dem Stadtzentrum, Anger-Crottendorf und Schönefeld, dabei gab es 70 Tote
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06.12.1944
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Angriff gegen Stadtrandgebiete im Westen (Leutzsch und Böhlitz-Ehrenberg)
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Im Februar und März 1945 häuften sich die Luftangriffe. Kein Tag verging ohne Luftalarm. Systematisch wurden Betriebe, Wohnungen und Verkehrseinrichtungen zerstört
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24.02.1945
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Abwürfe aus Einzelflugzeugen über Leutzsch, dabei gab es 2 Verwundete und 9 Obdachlose
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27.02.1945
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Großangriff auf das gesamte Stadtgebiet, dabei gab es 1044 Tote
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07./08.03.1945
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Überflug durch mehrere Grißverbände mit gestreuten Abwürfen über Wohngebieten im Zentrum, Norden und Süden der Stadt, dabei gab es 4 Tote, 43 Verletzte und ca. 700 Obdachlose
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16.03.1945
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Luftangriff zwischen deutschen Düsenjägern und einem feindlichen Aufklärungsflugzeug über Gohlis und Eutritzsch. Durch Bordwaffenbeschuß wurden 2 Personen getötet und 3 Personen verletzt
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06.04.1945
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Großangriff - dabei gab es 367 Tote
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10.04.1945
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letzter Großangriff auf Leipzig, dabei gab es 337 Tote
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